Die in der Schlichtheit verborgene Symmetrie
Die Volksbauernhäuser in den von Slowaken bewohnten Gebieten Oberungarns bewahren zugleich die Prägungen russinischer, deutscher und ungarischer Einflüsse. Die längliche, von der Seite begehbare Dreiteilung des Hauses (gute Stube, Küche, Speisekammer oder Sommerzimmer) mag ungarischen Lesern vertraut erscheinen – dennoch erhält sie durch weiß gekalkte Wände, reich geschnitzte Giebel und markante volkskundliche Ornamentik eine unverwechselbar slowakische Note. Das slowakische Bauernhaus ist in der Regel innenorientiert und wird häufig um geschlossene Höfe angelegt. Der Ofen, als Zentrum des Lebens, dominiert auch hier; die Einrichtung ist puristisch, aber funktional vielseitig. Im slowakischen holistischen Denken stehen Raumsymmetrie, Sauberkeit und rhythmische Verzierung im Vordergrund – sie unterstützen die Einbindung des Raumes in die kosmische Ordnung.
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