Die japanischen Inneneinrichtungsstile sind eng mit der japanischen Kultur und den alten architektonischen Traditionen verbunden. Ästhetik und Funktion stehen in einem engen Zusammenhang, und im Laufe der Jahrhunderte hat sich der japanische Stil weltweit verbreitet.
Im japanischen Wohnungsdesign sind Schlichtheit, Klarheit und Balance von großer Bedeutung. Japanische Möbel sind in der Regel niedrig, schlicht und funktional. Futon oder traditionelle Tatami (Matten) werden häufig zum Schlafen oder Sitzen genutzt. Die Tische sind niedrig und oft tragbar. Im japanischen Stil sind die Muster meist schlicht und symmetrisch. Zu den traditionellen japanischen Mustern zählen Kreisflecken (Enman), Streifen und Sakura (Kirschblütenmuster). Die Farbpalette umfasst oft Natur- und Erdtöne wie Weiß, Braun, Grün und Grau. Weiß und andere neutrale Farben betonen Reinheit und Helligkeit. In japanisch gestalteten Häusern dominieren natürliche Materialien wie Holz, Reispapier, Bambus und Bambusgewebe. Die Textilien sind leicht, transparent und besitzen oft eine interessante Textur.
Die minimalistischen Elemente des japanischen Inneneinrichtungsstils und das Bekenntnis zur Einfachheit stehen im Einklang mit der Philosophie des Minimalismus, die auf dem Prinzip „Weniger ist mehr“ basiert.