Vor zwei Jahren habe ich einen Steckling für meinen Steingarten gekauft. Ich hätte nicht gedacht, dass diese Pflanze so widerstandsfähig ist, sich so gut vermehrt und auch ohne Blüten so einzigartig schön ist. Innerhalb von zwei Jahren sind aus einem Steckling mehrere hundert Pflanzen geworden.
Da ich sie zur Dekoration meines Steingartens gekauft hatte, hat sie sich zwar sehr gut bewährt, aber ich habe festgestellt, dass sie die anderen Pflanzen verdrängt. Deshalb musste ich die rankenden Triebe abschneiden. Sie lässt sich leicht vermehren, praktisch alle sind erhalten geblieben.
Jetzt weiß ich, dass sie vor allem dort als Bodendecker verwendet werden, wo andere Pflanzen und Gräser nicht wachsen können. Sie werden nicht sehr groß, bleiben etwa 10-15 cm hoch, plus ihre Blütenstände. Aber ihre Blätter sind massiv und dicht wie ein Strauß, und sie bilden viele Triebe, auf denen zahlreiche weitere Pflanzen sprießen. So sind sie perfekte Bodendecker.
Außerdem hat sie auch im Winter eine kräftige grüne Farbe, die im Sommer durch die starke Sonneneinstrahlung zu einem satten Burgunderrot verblasst. Im Frühling hat sie schöne blaue Blüten, aber nachdem sie verblüht sind, sorgt die burgunderrote Blattfarbe den ganzen Sommer und Herbst über für eine einzigartige Farbpalette. Wenn sich die Pflanze wohlfühlt, bilden sogar die Triebe, die keine Wurzeln schlagen können, Blüten, die dann den ganzen Sommer über blühen.
Sie ist sehr winterhart und bildet im April-Mai aus der Mitte des Blattrosettenstandes ihre Blütenstände aus. Ich kenne nur blaue, aber es gibt auch weiße und rosa Blüten, und nicht nur rot- und blaugefärbte Blattvarianten, sondern auch bunte.
Sie liebt feuchten Boden und halbschattige Standorte. Dennoch habe ich die Erfahrung gemacht, dass sie auch die sengende Sommersonne gut verträgt, wenn sie in einem heißen Steingarten oder an einer Betonmauer gepflanzt wird. Tagsüber welkt sie zwar, aber nach dem Bewässern am Abend wartet sie unbeschadet auf die nächste Hitzewelle.
Es hat keine Schädlinge. Höchstens Spinnen ziehen ein, wie überall.
Seine Blätter sind so schön und kräftig, dass man fast Lust bekommt, sie zu essen. (Angeblich sind sie essbar – ich habe es aber nicht probiert).
Ich schneide die Ranke ab, stecke sie mit einem kleinen, zu einem Hufeisen gebogenen Draht in einen kleinen Topf mit Erde und halte die Erde immer feucht, sodass sie auch unter 2-3 Jahren gut Wurzeln schlägt. Man kann sie aber auch in den kleinen Töpfen unter freiem Himmel im Winterregen stehen lassen, sie verträgt Schnee gut und hat bis zum Auspflanzen im Frühjahr ein sehr starkes Wurzelwerk und wird im Frühjahr auch schon blühen.
Steingartenwettbewerb: Herbstbild, als alles schon verblüht war
Auch im Winter bleibt es eine schöne, kräftige Pflanze, allerdings nur die Teile, die direkt in den Boden wurzeln können. Daher ist es ratsam, die ohne Wurzeln hängenden Ranken noch vor Frostbeginn abzuschneiden, da sie den Winter nicht überleben und vertrocknen würden.
Im Steingarten konkurrieren die Kriechende Günsel mit der Wiesen-Gänseblümchen, den Glockenblumen und den purpurroten Südblumen. Herbstbild, wenn alles bereits verblüht ist. Glücklicherweise blühen sie nicht alle gleichzeitig, sodass sie in den verschiedenen Monaten „übereinander wachsen” können. Der purpurrote Südblume muss man den Vorzug geben, da sie am wenigsten wuchskräftig ist. Die Wiesen-Gänseblümchen wurden nur von einem Vogel gebracht.
TL;DR – Brief summary
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Vor zwei Jahren habe ich eine einzelne Kriechende Bugleweed-Pflanze für den Steingarten gekauft. Ich hätte nicht gedacht, dass es sich um eine so kräftige, sich schnell ausbreitende und einzigartig schöne Pflanze handelt, selbst ohne Blüten. Innerhalb von zwei Jahren hat sich meine einzelne Pflanze zu Hunderten vermehrt. Sie eignete sich sehr gut zur Dekoration des Steingartens, aber ich stellte fest, dass sie auch andere Pflanzen verdrängte. Deshalb musste ich die Ausläufer abschneiden. Sie lässt sich leicht vermehren, und fast alle Stecklinge haben überlebt.